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The Coach Effect – Coaching without Stereotypes

Beim Community-Event „The Coach Effect – Coaching without Stereotypes“, das am 11. September 2026 in Berlin stattfand, rückten ALBA BERLIN, der Berliner Basketball Verband (BBV) und Klischeefrei im Sport die Rolle von Trainerinnen in den Fokus.

|News

Die FIBA Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen 2026 in Berlin sorgt für Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit für den Basketball der Frauen in Deutschland. Gleichzeitig wächst der Ruf nach nachhaltigen strukturellen Verbesserungen im Sport. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Förderung von Trainerinnen.

Vor diesem Hintergrund haben der Basketballverein ALBA BERLIN, der Berliner Basketball Verband und Klischeefrei im Sport im Rahmen der WM am 11. September 2026 das Community-Event „The Coach Effect – Coaching without Stereotypes“ in der adidas Sports Base Berlin veranstaltet. Ziel war es, die wichtige Rolle von Trainerinnen im Basketball und darüber hinaus stärker in den Fokus zu rücken.

Ein besonderes Highlight waren die Duo Stories. Die Basketballspielerinnen Marie Gülich, Emily Bessoir, Nina Rosemeyer und Alex Wilke sowie Yngve Jentz, Spieler der TSV Bargteheide Bees, berichteten in kurzen Videos eindrucksvoll, welchen Einfluss ihre Trainerinnen auf ihre sportliche Karriere und persönliche Entwicklung hatten.

Vor Ort betonten Svenja Brunckhorst, Managerin für Mädchen- und Frauenbasketball bei ALBA BERLIN, und Landestrainerin Franzi Winckelmann, wie prägend Vorbilder im Coaching sein können. Deutlich wurde dabei auch die wichtige Rolle von Trainerinnen für die Nachwuchsförderung. Umso wichtiger sei es nun, an die positive Entwicklung im Frauen- und Mädchenbasketball anzuknüpfen und diese nachhaltig weiter voranzutreiben.

Im anschließenden Input von Klischeefrei im Sport wurde deutlich, dass Frauen auf den verschiedenen Lizenzstufen im Breiten- und Leistungssport deutlich unterrepräsentiert sind. Ihr Anteil liegt je nach Lizenzstufe lediglich zwischen 21 und 34 Prozent. Diese Unterrepräsentanz zeigt sich sportartübergreifend sowie in vielen einzelnen Sportarten, selbst dort, wo Frauen einen großen Teil der Mitgliedschaften ausmachen. Besonders auffällig: Mit steigender Lizenzstufe sinkt der Frauenanteil weiter. Ursachen hierfür sind unter anderem strukturelle und kulturelle Zugangsbarrieren, Geschlechterstereotype, ungleiche Fördermöglichkeiten sowie mangelnde Ressourcen und die geringe Sichtbarkeit von Vorbildern.

Für den abschließenden Paneltalk brachten Safa Semsary, Trainerin und Vorständin bei Polar Pinguin Berlin e.V., Kathi Hoffmann, Gründerin von THE GOOD RUN GmbH, und Arwen Schwedt, Trainerin beim Berliner Sportclub - Basketball e.V., ihre vielseitigen Erfahrungen aus Praxis sowie Vereins- und Verbandsarbeit ein. Sie sprachen über bestehende Widerstände und Hürden in sportlichen Strukturen, die den Zugang zu Coaching- und Führungsrollen für Frauen und FLINTA*-Personen erschweren. Gleichzeitig machten sie mit ihrem erfolgreichen Engagement deutlich, dass Veränderung möglich ist: Anhand konkreter Beispiele zeigten sie, wie geschlechterinklusive Ansätze im Sport erfolgreich umgesetzt werden können und welche positiven Effekte sie auf Teilhabe, Nachwuchsförderung und Teamkultur haben. 

„The Coach Effect“ machte deutlich: Sichtbarkeit, gezielte Förderung und strukturelle Veränderungen sind entscheidende Hebel, um Frauen und andere unterrepräsentierte (Geschlechter-)Gruppen für Trainer*innenrollen zu gewinnen und langfristig im Sport zu halten.

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