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Ready. Set. Coach. – Dein Weg zum Coaching

Mit „Ready. Set. Coach.“ starten Mädchen, Frauen, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen ihren Weg als Coach an die Seitenlinie: Das Programm verbindet Ausbildung, Praxiserfahrung und persönliches Empowerment und schafft gleichzeitig ein starkes Netzwerk. 

Das "Ready. Set. Coach."-Programm begleitet Mädchen, Frauen, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen auf ihren ersten Schritten hin zum Fußball-Coach – durch Austausch, Ausbildung, Praxiserfahrung, ein starkes Netzwerk und ganz viel Empowerment. Das Programm zeichnet sich aus durch die Kombination aus niedrigschwelligem Zugang, individueller Begleitung, Communitybildung und zertifizierter Qualifikation.

In einem Zeitraum von mehreren Monaten absolvieren die Teilnehmenden ein ein offizielles DFB Zertifikat, sammeln praktische Coaching-Erfahrung, erleben Mentoring und durchlaufen ein vielfältiges Begleitprogramm. Seit Juli 2024 wird Ready. Set. Coach. umgesetzt durch den Berliner Fußball-Verband unterstützt durch Nike.


Vier Fragen – Vier Antworten mit Safa Semsary (sie/ihr)

Das Programm von Ready. Set. Coach.

Ready. Set. Coach. verbindet Qualifizierung, Community Building, Empowerment und Reflexion. Im Haupt- und Rahmenprogramm entstehen Räume, um Fußballkultur neu zu denken und aktiv mitzugestalten – mit dem Fokus auf Strukturen, die mehr Menschen ins Coaching bringen und langfristig halten. Teilnehmende können das DFB‑Basis‑Zertifikat erwerben und sich damit eine anerkannte Grundlage für ihren Einstieg als Trainer*in schaffen. Gleichzeitig entwickeln sie gemeinsam ein Verständnis dafür, wie Coaching zugänglicher und geschlechtergerechter gestaltet werden kann.

 


Die "Team Berlin-Strategie" des Berliner Fußball-Verbands e. V.

Ready.Set.Coach zeigt, was möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Genau das muss die Stoßrichtung für den Berliner Fußball-Verband sein. Die TEAM BERLIN REPLAY-Strategie ist keine Absichtserklärung, sie ist ein Auftrag. Wir sind gefordert, verbindliche Strukturen zu schaffen, Ressourcen bereitzustellen und eine Kultur zu etablieren, in der Trainerinnen selbstverständlich den organisierten Fußball (mit)gestalten. Ready. Set. Coach. ist super wichtig, aber Projektitis allein reicht nicht. Systemischer Wandel schafft Verstetigung.

Dr. Özgür Özvatan (er/ihn), Vizepräsident beim Berliner Fußball-Verband
Portrait von Özgür Özvatan

Team Berlin REPLAY

Ready. Set. Coach. ist Teil der langfristigen Strategie des BFV zur Förderung von FLINTA* und Mädchen* im Berliner Fußball. Das Programm wird in Kooperation mit Nike umgesetzt und durch zivilgesellschaftliche Initiativen, weitere Partnerorganisationen und engagierte Berliner Fußballvereine unterstützt. 

Mit der"TEAM BERLIN REPLAY"-Strategie sollen durch gezielte Maßnahmen mehr Mädchen, Frauen, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen für den Berliner Amateurfußball gewonnen werden. Die ganze Strategie kann hier nachgelesen werden: www.berliner-fussball.de/team-berlin-replay


Stimmen der Teilnehmenden

Was hat dich motiviert, an dem Programm teilzunehmen?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie der Fußball Mädchen und Frauen verlieren kann. Deshalb wollte ich lernen, wie ich aktiv dazu beitragen kann, sie im Fußball zu halten. Mir geht es darum, Vorbilder sichtbar zu machen und MINTA* zu zeigen, dass sie im Fußball nicht nur mitspielen, sondern ihn auch gestalten können.

Franziska Groth (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Franziska Groth

Ich finde es super wichtig, Programme wie Ready. Set. Coach. zu haben, besonders weil mir so etwas in meiner Anfangsphase als Coach gefehlt hat. Ich bin dafür, mehr FLINTA* Personen in den Sport zu bringen – nicht nur als Spieler*innen, sondern auch an die Seitenlinie und ins Coaching. Denn mehr FLINTA*im Sport schaffen wir nur, wenn wir auch Vorbilder sehen und Coaching-Rollen erleben, die von FLINTA* Personen besetzt werden. Deshalb finde ich es so wichtig, dass es Räume wie Ready. Set. Coach. gibt. Hier können FLINTA* Personen sich vernetzen, voneinander lernen und gleichzeitig eine gute Ausbildung erhalten, damit sie ihre Expertise weiterentwickeln und selbstbewusst ihren Weg im Coaching gehen können.

Maike Neubert (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait von Maike Neubert

Ich habe an dem Programm teilgenommen, weil ich schon länger den Wunsch hatte, Trainerin zu werden und mich im Fußball weiterzuentwickeln. Gleichzeitig war es für mich total spannend, andere Mädchen und Frauen kennenzulernen, die ähnliche Interessen und Erfahrungen mitbringen. Durch „Ready. Set. Coach.“ konnte ich meinen DFB-Basis-Coach machen, mich vernetzen und viele inspirierende Menschen kennenlernen. Das Programm hat mich darin bestärkt, meinen Weg im Coaching wirklich zu gehen.

Carlotta Bindernagel (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Carlotta Bindernagel

Was ist das Besondere an dem „Ready. Set. Coach.-Programm?

Das Besondere an Ready. Set. Coach. ist für mich, dass es etwas schafft, das ich so aus keinem anderen Projekt kenne. Ich konnte selbst erleben, welche Wirkung das Programm hat: FLINTA* Personen vernetzen sich, erwerben Lizenzen, entwickeln sich weiter und entscheiden sich, ihren Weg im Coaching fortzusetzen. Gleichzeitig entsteht ein starkes Netzwerk aus Menschen, die sich gegenseitig unterstützen. Besonders finde ich auch, dass hier Teilnehmende, Personen aus dem Berliner Fußball-Verband und der Community gemeinsam daran arbeiten, Sichtbarkeit zu schaffen und Räume zu öffnen. So werden FLINTA* Personen im Fußball sichtbarer und erhalten die Möglichkeit, sich langfristig im Sport zu entwickeln.

Maike Neubert (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait von Maike Neubert

Besonders ist für mich, dass es ein geschützter Raum ist, in dem man sich sicher und ernst genommen fühlt. Durch den Austausch mit anderen FLINTA*-Coaches, die oft ähnliche Erfahrungen gemacht haben, fühlt man sich verstanden und weniger allein. Es entsteht schnell ein Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung. Gleichzeitig bekommt man nicht nur fachliche Inhalte vermittelt, sondern auch Selbstvertrauen und Motivation, den eigenen Weg im Coaching zu gehen.

Carlotta Bindernagel (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Carlotta Bindernagel

Die Verbindung aus Inspiration und Umsetzung. Ready. Set. Coach. hat nicht nur Wissen vermittelt, sondern von Anfang an einen Raum geschaffen, in dem wir uns vernetzten, ausprobieren, wachsen und unser Potenzial entfalten konnten.

Franziska Groth (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Franziska Groth

Welchen Hürden bist du im Coaching bisher begegnet und was hat dir geholfen, sie zu überwinden?

Leider erlebt man als junge Trainerin manchmal, dass man nicht direkt wahrgenommen oder ernst genommen wird. Es kommt vor, dass beispielsweise männliche Trainer eher den Vater einer Spielerin begrüßen als mich, obwohl ich direkt daneben in Vereinskleidung stehe. Solche Situationen können frustrierend sein. Mir hat geholfen, selbstbewusst aufzutreten, mir meine Kompetenz nicht absprechen zu lassen und mich mit anderen Trainerinnen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Zu wissen, dass man damit nicht allein ist, macht einen stärker.

Carlotta Bindernagel (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Carlotta Bindernagel

Ich habe ohne große Vorerfahrung begonnen, eine Herrenmannschaft zu trainieren. Die Mannschaft hat mir dabei einen enormen Vertrauensvorschuss gegeben. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass es als Frau in einer solchen Position oft schwieriger ist, die eigene Legitimität anzuerkennen und selbstverständlich davon auszugehen, dass man dort hingehört. Das Netzwerk von Ready. Set. Coach. hat mich immer wieder darin bestärkt, wie wichtig meine Arbeit ist und dass meine Perspektive im Fußball nicht nur legitim, sondern notwendig ist.

Franziska Groth (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Franziska Groth

Was müsste sich im organisierten Sport verändern, damit mehr Trainerinnen gewonnen werden?

Netzwerke wie Ready. Set. Coach. sind essenziell, weil sie Sichtbarkeit, Austausch und gegenseitige Bestärkung ermöglichen. Gleichzeitig müssen Vereine ihre eigenen Strukturen kritisch hinterfragen: Wem geben wir einen Vertrauensvorschuss? Wem schreiben wir Kompetenz und Führung zu? Und wer muss seine Legitimität immer wieder neu herstellen? Mehr Trainerinnen werden wir gewinnen, wenn Chancen nicht von überholten Vorstellungen abhängen, sondern von Potenzial und Motivation.

Franziska Groth (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Franziska Groth

Ich glaube, wir brauchen noch mehr niedrigschwellige Zugänge. Zum Beispiel Treffen, Stammtische oder Angebote, bei denen FLINTA* Personen ganz unkompliziert erste Einblicke ins Coaching bekommen können. Viele Fragen entstehen schon ganz am Anfang: Was macht ein Coach eigentlich? Wie leite ich eine Gruppe? Welche Aufgaben gehören dazu? Wo bekomme ich Unterstützung? Solche Fragen sollten Menschen ausprobieren und beantworten können, bevor sie sich direkt für eine Ausbildung entscheiden müssen. Gleichzeitig müssen wir anfangen, Barrieren und Vorurteile abzubauen. Fußball ist kein „Jungssport“, sondern ein Sport für alle Menschen, die Freude daran haben. Dafür brauchen wir mehr unterschiedliche Vorbilder und müssen uns von festen Rollenbildern lösen. Außerdem beginnt Förderung nicht erst im Erwachsenenalter. Schon in Schulen, AGs oder Vereinen können wir Mädchen und FLINTA* Personen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren. Wenn jemand beispielsweise bei einem Camp unterstützt oder erste Aufgaben im Verein übernimmt, sollten wir diese Personen gezielt stärken und auf ihrem Weg begleiten.

Maike Neubert (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait von Maike Neubert

Vor allem braucht es mehr Sichtbarkeit. Gerade junge, angehende Coaches brauchen nicht nur männliche Vorbilder, sondern auch weibliche Personen auf und neben dem Platz, die greifbar sind und zeigen: Das ist auch ein Weg für mich. Wenn Mädchen und junge Frauen regelmäßig Trainerinnen sehen, wird Coaching selbstverständlicher und realistischer. Gleichzeitig braucht es offene, unterstützende Strukturen und Räume, in denen sich Frauen willkommen und ernst genommen fühlen.

Carlotta Bindernagel (sie/ihr), Teilnehmende Ready. Set. Coach.
Portrait Carlotta Bindernagel

Vernetzung und Unterstützung

Ihr möchtet mit Ready. Set. Coach. Kontakt aufnehmen und mehr über geschlechtergerechtes Coaching erfahren? Dann kontaktiert sie via:

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